TMS: (Transkranielle Magnetstimulation)

aesk_thumbSeit ca. 20 Jahren wird die TMS in der neurologischen Diagnostik verwendet (Puri u. Lewis, 1996). Da erste Untersuchungen dieser neurologischen Patienten aber auch eine Veränderung der Stimmung (Aufhellung) gezeigt haben, erforschte erstmals die Arbeitsgruppe um Kasper und Möller an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Bonn, inwiefern dieses Wirkprinzip bei einer antidepressiven Therapie Anwendung finden könnte (Höflich et al. 1993; Kolbinger et al. 1995).

Wirkmechanismus: Das Prinzip der TMS beruht darauf, dass das Gehirn durch ein aussen am Kopf appliziertes Magnetfeld stimuliert wird. Das Magnetfeld kann die Kopfhaut und den Schädelknochen durchdringen und so tiefe Hirnstrukturen erreichen. Das Magnetfeld wird durch eine Spule erzeugt, die an den Kopf gehalten wird.

Indikation: Depressive Störungsbilder, bei denen pharmakologische Behandlungsstrategien keinen Erfolg hatten oder nicht angewendet werden dürfen (Kontraindikationen wie z.B. Schwangerschaft, Medikamentenunverträglichkeit, unerwünschte Medikamenteninteraktionen)

Nebenwirkungen: Der Mangel an Nebenwirkungen bei der TMS ist ein hervorstechendes Merkmal dieser Methode.

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Long-term mainenance of the analgisic effects of transcranial magnetic stimulation in fibromyalgia, Bouhassira, PAIN 2011

Transcranial magnetic stimulation (TMS) for major depression: A multisite, naturalistic, observational study of acute treatment outcomes in clinical prtactice, Carpenter et al, 2012

Safty, ethical considerations, and application guidelines for the use of transcranial magneti stimulation in clincal practice and ressearch, Rossi et al, 2009

The Treatment of Hallucinations in Schizophrenia Spectrum Disorders, Slotema et al, 2012